Im ersten Lebensjahr verändert sich Ihr Kleines rasant. Das merken Sie auch daran, dass aus dem hilflosen kleinen Wesen um den ersten Geburtstag herum ein Persönchen wird, das scheinbar schon sehr genau weiß, was es will. Erste Worte werden gelernt und bei vielen Kindern gesellt sich zu dem ersehnten „Mama“ und „Papa“ auch ein energisches „Neineinein!“ Nicht alles, was Sie mit ihm anstellen, (z.B. eine neue Windel anziehen oder die Haare kämmen) nimmt Ihr Kind nun widerspruchslos hin. Oftmals begleitet es seinen Protest nicht nur mit heftigem Kopfschütteln und empörten Blicken, sondern auch mit kräftigem Gebrüll. Und gerade verbotene Dinge bekommen einen besonderen Reiz, so dass diese Zeit für viele Eltern recht anstrengend ist.
Was tun bei Essproblemen?
Alles will ausprobiert werden. Und Ausprobieren bedeutet auch: „Ob ich es wohl durch beharrliches Nörgeln schaffe, dass Mami mir jeden Tag mein Lieblingsessen macht?!“ Tatsächlich helfen Zwänge wenig, wenn eine Mahlzeit abgelehnt wird. Und Geschmacksvorlieben können sich nun auch ganz schnell und ohne erkennbaren Grund ändern.
Versuchen Sie, um Probleme beim Essen nicht zuviel Aufhebens zu machen. In den meisten Fällen lösen sie sich von selbst, wenn Sie eine flexible und entspannte Haltung bewahren. Häufiges Ermahnen macht dagegen Mahlzeiten nur stressiger. Schlimmstenfalls kann das sogar eine dauerhafte Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel auslösen. Und zur Entwicklung gesunder Essgewohnheiten, die früh geprägt werden, gehört schließlich auch der Spaß am Essen.
Liebevolle Konsequenz ist das beste Rezept. Das bedeutet: Sie bestimmen, was gegessen wird. Schließlich kann Ihr Kind noch nicht selbst entscheiden, was es für seine gesunde Entwicklung braucht. Aber lassen Sie Ihr Kind bestimmen, wie viel es isst.