Woran Sie die Eröffnungswehen erkennen
Nach einer Weile Vorgeplänkel, bei dem Sie sich vielleicht nicht sicher sind, ob es ernst wird, ist es soweit - es geht "richtig" los. Verpassen können Sie diesen wichtigen Moment nicht. Die Eröffnungswehen haben einen gleichbleibenden Rhythmus, und das ist leider nicht alles: Denn sie schmerzen. Wellenartig steigern sie sich bis zu einem Höhepunkt und fallen wieder ab. Sie dauern 40 bis 60 Sekunden. Anfangs melden sie sich in langen Abständen, dann in immer kürzerer Folge, wobei sie immer intensiver werden.
Ein weiteres Anzeichen: Im Gegensatz zu den Vorwehen lassen die Kontraktionen nicht nach, wenn die Schwangere sich hinlegt oder ein Entspannungsbad nimmt. Eher werden sie dabei sogar noch stärker. Noch ein Unterscheidungsmerkmal ist, dass Sie als werdende Mutter die Vorwehen fast immer im Bauch spüren. Bei den Eröffnungswehen fühlen sie dagegen vor allem ein Ziehen im Rücken.
Der richtige Zeitpunkt für den Aufbruch in die Klinik ist da, wenn die Wehen im 8 bis 10-Minuten-Takt kommen. Auch wenn die Abstände noch größer sind, kann es durchaus schon soweit sein. Vertrauen Sie dabei auch ein bisschen auf Ihr Gefühl. Erwarten Sie Ihr erstes Kind, können Sie sich in der Regel etwas mehr Zeit damit lassen, in die Klinik zu fahren - sie haben es oft weniger eilig mit dem geboren werden als Babys, die schon große Geschwister haben.
Aber auch ein blinder Alarm ist kein Drama. Sehr viele Eltern kennen diese zu frühe, vergebliche Tour zur Klinik. Man fährt eben lachend zurück und bringt nach dieser "Generalprobe" schon eine Menge mehr Gelassenheit mit!
In die Klink fahren - oder fahren lassen?
Aufregend wird die Fahrt ins Krankenhaus für Sie - und für Ihren Partner am Steuer. So aufregend, dass es manchmal besser ist, ein Taxi zu rufen. Dann ist zwar ein Fremder mit dabei, aber Ihr Partner kann sich ganz auf Sie konzentrieren.
Wenn Sie den eigenen Wagen nehmen, sollte Ihr Partner die Route zum Krankenhaus genau kennen. Am besten vorher Probe fahren! Sinnvoll ist auch, gegebenenfalls ein paar Schleichwege im Kopf zu haben. Denn Sie werden vermutlich nicht in Ruhe abwarten wollen, bis der dichte Feierabendverkehr vorbei ist.
Zudem ist es sinnvoll, wenn Sie Ihr Auto schon ein paar Tage vor dem errechneten Termin für die Fahrt entsprechend ausstatten. Legen Sie Kissen bereit, die Ihnen den Rücken stützen. Ein Nässeschutz (so einen, wie Sie fürs Babybett gekauft haben) ist ebenfalls eine gute Idee. Denn wenn die Fruchtblase während der Fahrt platzt, ergießt sich relativ viel Flüssigkeit auf den Sitz. Halten Sie deshalb auch ein paar Handtücher bereit. Nach einem Blasensprung sollten Sie übrigens möglichst liegend transportiert werden. So wird die eventuell vor dem kindlichen Kopf liegende Nabelschnur nicht durch den Druck zusammengepresst.
Ganz gleich, ob im eigenen Auto oder im Taxi: Angeschnallt auf dem Vordersitz lassen sich die Wehen oft schlecht ertragen. Versuchen Sie lieber, es sich auf der Rückbank möglichst bequem zu machen, etwa indem Sie den Gurt einfach Gurt sein lassen. Für diese Ausnahme-Fahrt darf ruhig einmal gegen diese Sicherheitsregel verstoßen werden. Alle übrigen Verkehrsregeln müssen aber auch in dieser Situation befolgt werden - das gilt vor allem für eilige Väter wenn sie nicht angeschnallte Mütter befördern!
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