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Doppelt so gut statt doppelt so viel!

Nährstoffe, Nährstoffe, Nährstoffe.

Fast jede Schwangere hat schon einmal den Satz "Du musst nun für zwei essen!" gehört. Er ist richtig - und falsch zugleich. Denn nicht die Menge der Nahrung ist entscheidend, sondern die Qualität. Ihr täglicher Energiebedarf nimmt während der Schwangerschaft nur geringfügig zu. Kurz, worauf es ankommt, ist eine bedarfsgerechte Zufuhr der einzelnen Nährstoffe:

  • Eiweiß: Davon brauchen Sie nun deutlich mehr. Eiweiß steckt vor allem in magerem Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und Milchprodukten wie Joghurt, Topfen und Käse.
  • Fett: In der Schwangerschaft haben Sie einen erhöhten Bedarf an sogenannten essentiellen Fettsäuren. Sie sind, wie der Name schon sagt, essentiell, also unentbehrlich für die gesunde Entwicklung von Gehirn und Nervenzellen des Ungeborenen. Da unser Organismus die Fettsäuren nicht selbst bilden kann, müssen sie über die Nahrung zugeführt werden. Hochwertige Fettsäuren finden Sie in pflanzlichen Ölen und Kaltwasserfischen wie Makrele, Hering, Lachs und Kabeljau. Mit anderen Fetten (z. B. in frittierten Speisen oder Soßen) sollten Sie dagegen sparsam umgehen.
  • Kohlenhydrate: Bedeuten Energie und davon brauchen Sie jetzt auch mehr. Am besten decken Sie Ihren zusätzlichen Bedarf durch Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse.

Alles Gute für Ihr Kind: Vitamine & Mineralien

Eine ausreichende Versorgung mit den Hauptnährstoffen bereitet normalerweise keine großen Probleme. Anders sieht es bei der Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen aus. Hier reicht selbst eine gesunde Ernährung oft nicht aus, um Ihren erhöhten Bedarf zu decken, so dass eine gezielte Nahrungsergänzung sinnvoll ist. Lesen Sie mehr dazu unter oft gefragt.

  • Folsäure sorgt für gesundes Wachstum und die Bildung neuer Zellen. Ihr Bedarf an Folsäure ist in der Schwangerschaft deutlich erhöht. Eine Unterversorgung kann schlimmstenfalls zu Missbildungen führen. Folsäure finden Sie in grünem Gemüse: Brokkoli, Kohlsprossen, Blattspinat und Kohl. Für eine ausreichende Versorgung wird eine zusätzliche Einnahme in Höhe von 400µg pro Tag empfohlen.
  • Vitamin B 6 ist beteiligt an der Blutbildung und der Eiweißverdauung. Vitamin B6 finden Sie in Fisch-, Hühner- und Schweinefleisch, Kartoffeln, Gemüse, Bananen, Avocados und Vollkornprodukten.
  • Kalzium ist wichtig für Knochenbildung und Zähne. Eine unzureichende Kalziumzufuhr geht zu Lasten Ihrer Knochen. Es ist vor allem in Milch enthalten. Um Ihren Bedarf zu decken, sollten Sie täglich einen halben Liter Milch trinken bzw. die entsprechende Menge an Milchprodukten essen (400g Joghurt, 500g Topfen, 75g Hartkäse, 150g Weichkäse).
  • Eisen ist verantwortlich für den Sauerstofftransport im Blut. Sprich: Eisenmangel ist gleich Sauerstoffmangel - und der kann die Entwicklung Ihres Babys beeinträchtigen. Eisen ist in Fleisch, aber auch Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Gemüse enthalten.
  • Jod: Österreich war viele Jahre ein Jodmangelgebiet und auch heute ist die Jodversorgung nicht immer ausreichend. Zu wenig Jod schadet der geistigen und körperlichen Entwicklung Ihres Babys. Greifen Sie deshalb konsequent zu Jodsalz. Auch Seefische wie Kabeljau und Seelachs haben viel Jod. Zusätzlich wird eine Einnahme in Höhe von 100µg pro Tag in Tablettenform empfohlen.
  • Magnesium braucht Ihr Körper, damit die Muskeln richtig funktionieren. Wadenkrämpfe bei Schwangeren sind ein Anzeichen für Magnesiummangel. Vollkornprodukte, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Milchprodukte enthalten den wichtigen Mineralstoff.

Weitere wichtige Nährstoffe im Überblick.

  • Zink: wichtig für das Wachstum Ihres Kindes
  • Vitamin A: reguliert Wachstum und Aufbau von Haut und Schleimhäuten, große Bedeutung für die Lungenentwicklung und -reifung
  • Vitamin B1: wichtig für Herzmuskel, Nervensystem und Energiestoffwechsel 
  • Vitamin B2: wichtig für das Wachstum des Babys 
  • Vitamin B12: Bedeutung für Blutbildung und Gehirnentwicklung
viele  unterschiedliche Lebensmittel
Weitere Informationen zum Thema Nahrungsergänzung
Welche Ergänzungen für eine vollwertige, ausgewogene Ernährung nötig sind.  >>



V1.17, Stand 25.02.2010