- Ausführliche Information zur Schwangerschaft und zu den Geburtsphasen
- Erklärung der Gebärpositionen
und möglichst eine Kreißsaal- besichtigung
- Informationen zur Schmerztherapie und sowie zu Ausnahmefällen bei der Geburt
- Trainieren von Entspannungs-
und Atemtechniken
- Einbeziehen des Partners in die Geburt (Partnermassage)
- Schwangerschaftsgymnastik
- Praktische Übungen zum Umgang mit dem Baby
Ist ein Geburtsvorbereitungskurs wirklich nötig?
Die Antwortet lautet: Unbedingt, gerade beim ersten Kind! Gute Kurse umfassen nicht nur Schwangerschaftsgymnastik und Atemübungen. Vielmehr werden hier viele Unsicherheiten aus verschiedensten Bereichen abgebaut. Denn je mehr Sie darüber wissen, was während der Geburt und danach passiert, desto kleiner sind die Ängste. Das ist die beste Voraussetzung, um sich auf die Geburt zu freuen und sie als etwas Positives zu erleben.
Ein weiterer schöner Aspekt der Kurse ist, dass Sie dort auch andere Mütter oder Elternpaare kennen lernen. So lassen sich zwanglos Erfahrungen austauschen. Und oft ergeben sich daraus Freundschaften, die weit über die Geburt hinaus bestehen. Nicht zuletzt, weil die Kinder ja im gleichen Alter sind.
Wann sollte mit der Geburtsvorbereitung begonnen werden?
Spätestens ab dem 6. Monat empfiehlt sich die Teilnahme. Kurse werden z.B. von Kliniken, Hebammen oder Eltern-Kind-Zentren angeboten.
Geburtsvorbereitungskurse finden in der Regel einmal wöchentlich abends statt und gehen über mehrere Wochen. Der Vorteil liegt darin, dass sie intensiveren Kontakt mit anderen Eltern bieten und die Hebamme für Fragen über einen längeren Zeitraum zu Verfügung steht. Es werden aber auch Kompaktkurse angeboten, die an einem Wochenende stattfinden. Diese sind praktisch, wenn Ihnen oder Ihrem Partner ein Kursbesuch unter der Woche aus beruflichen Gründen nicht möglich ist - oder wenn der Geburtstermin schon relativ nah gerückt ist.
Welches Angebot ist das Richtige?
Das Angebot ist sehr vielfältig und reicht von der klassischen Vorbereitung bis zu alternativen Methoden. Die klassische Vorbereitung verfährt nach verschiedenen Methoden, aber diese basieren letztlich alle auf Atem- und Entspannungstechniken. Es ist sinnvoll, wenn Sie sich bei der Auswahl des für Sie passenden Kurses mit Ihrer Hebamme oder einer "erfahrenen" Freundin beraten.
Die klassische Vorbereitung
In einem guten Kurs werden Sie umfassend informiert - in Theorie und Praxis. Sie bekommen ausführlich erklärt, wie eine Geburt verläuft und wann was passiert. Auch über unterschiedliche Geburtsmethoden, medizinische Hilfsmittel oder spezielle Maßnahmen wie den Kaiserschnitt erfahren Sie mehr. So können Sie sich auf das große Ereignis besser einstellen. Viele Kurse schließen übrigens auch den Besuch eines Kreißsaals mit ein.
Ganz klar im Mittelpunkt stehen bei dem klassischen Ansatz praktische Übungen, die Sie auf die Geburt vorbereiten. Dazu zählen Atemtechniken, Körperhaltungen und Bewegungsrhythmen. Auch Ihr Partner wird in den praktischen Teil eingebunden - wenn er bei der Geburt dabei sein will. Zu einem guten Kurs gehören aber auch Ratschläge und Anleitungen für den Umgang mit dem Baby in den ersten Wochen nach der Geburt, z.B. zum Stillen und zur Babypflege.
Alternative Angebote
Vielfältig und auf den ersten Blick manchmal ein bisschen zum Schmunzeln sind die alternativen Methoden zur Geburtsvorbereitung. Wer sich etwa ein bisschen im Internet umschaut, dem tut sich ein weites Feld auf - von Schwangerschaftsgymnastik bis zu Yoga, Qigong oder Shiatsu. Sogar Bauchtanz wird zur Vorbereitung angeboten. Werden solche Angebote als zusätzliche Unterstützung wahrgenommen, ist eigentlich nichts dagegen zu sagen. Dann kommt es lediglich darauf an, was Sie wollen: Ein bisschen Extra-Fitness? Dann bietet sich Gymnastik, Schwangerenschwimmen oder eben Bauchtanz an. Wenn Sie dagegen eher innere Ruhe und Ausgeglichenheit suchen, können asiatische Meditationstechniken geeignet sein.
Entscheidend ist nur, dass Sie sich nicht zuviel zumuten. Denn die Vorbereitung auf den großen Tag soll schließlich auch Spaß machen.