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Sicher verreisen mit Bauch
eingecremter Bauch

Was Sie bei einer Reise beachten sollten

Urlaub, Abenteuer, Entspannung - einfach raus: Natürlich können Sie auch in der Schwangerschaft verreisen. Es gibt sogar gute Gründe, die dafür sprechen: Wenn Sie das erste Kind erwarten, kommt nun zumeist für sehr lange Zeit die letzte Gelegenheit, ein paar kuschelige Tage allein mit dem Partner zu verbringen. Haben Sie schon Kinder, können Sie den "Großen" auf der Reise einen kleinen Vorschuss an Aufmerksamkeit zukommen lassen - und sie gleichzeitig in aller Ruhe auf das Geschwisterchen vorbereiten. Optimal für eine Reise sind die Monate, in denen die Beschwerden der ersten Zeit vorbei sind und der Bauch noch nicht zu groß ist, also etwa der vierte bis sechste Schwangerschaftsmonat.

Sie sollten sich allerdings nicht zu viel zumuten, selbst wenn Sie sich wundervoll fühlen. Die Reiseziele sollten mit Bedacht gewählt werden: Extremer Klimawechsel belastet den Kreislauf, und in tropischen Regionen könnte die Schwangerschaft außerdem durch Infektionen in Gefahr geraten. Wenn möglich, sollten Sie also gemäßigte Regionen bevorzugen. Denn auch im Urlaub gilt: Keine Gewalttouren, lieber entspannen und genießen!

Informieren Sie sich bei Auslandsreisen vor Beginn der Reise über das vor Ort existierende Versorgungssystem und überprüfen Sie gegebenenfalls Ihren Auslands-Krankenversicherungsschutz. Natürlich sollten e-card und auch der Mutter-Kind-Pass griffbereit im Reisegepäck stecken.

Ein wichtiger Punkt bei jedem Urlaub sind immer An- und Abreise. Nicht jedes Transportmittel ist für Schwangere zu empfehlen. Gut bekommen jetzt Bahnfahrten, bei denen man sich bewegen kann. Sich strecken, etwas auf- und abgehen - das entspannt bei langen Fahrten.

Noch bequemer sind Flugreisen. Die Fachleute stimmen überein: Flugreisen stellen während der Schwangerschaft kein besonderes Risiko dar. Denken Sie daran, die Fluggesellschaft schon bei der Buchung über Ihre Schwangerschaft zu informieren, um einen der speziell reservierten Plätze zu bekommen. Diese gewähren Ihnen zumeist mehr Beinfreiheit, was bei den sparsam bemessenen Plätzen in den Urlaubsfliegern sehr angenehm ist.

Wichtig: Manche Fluggesellschaften nehmen werdende Mütter in den letzten Wochen vor der Geburt nicht mehr mit - selbst mit ärztlichem Attest. Zu groß scheint ihnen wohl das Risiko, bei der Landung einen Passagier mehr zu haben als beim Start. 

Weite Autotouren in abgeknickter Haltung sind dagegen anstrengend und schlecht für die Durchblutung. Vermeiden Sie also nach Möglichkeit zu lange Touren, und machen Sie bei längeren Fahrten häufig ausgedehnte Pausen, in denen Sie sich die Beine vertreten können.

Übrigens: Auch schwanger immer mit Gurt! Die Unfallforschung belegt eindeutig: Angeschnallt haben Mutter und Kind erheblich größere Chancen, einen Unfall im Auto heil zu überstehen. Entscheidend ist das richtige Anlegen der Gurte: Der Brustgurt quer oberhalb des Bauches und der Beckengurt tief darunter, damit das Baby im Ernstfall nicht zu sehr unter Druck gerät. Auch auf straffen Sitz achten, sonst könnten Sie im Fall des Falles unten durchrutschen.


V1.19, Stand 05.10.2010