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Alle Signale Ihres Körpers stehen auf schwanger?
Ultraschalluntersuchung

Ihr erster Arztbesuch

Wahrscheinlich geht kaum jemand wirklich gerne zum Arzt.  Die meisten jungen Frauen sind auch so gesund, dass sie nur selten medizinische Hilfe benötigen. Jetzt sollten Sie sich aber regelmäßig untersuchen lassen. Denn als Schwangere tragen Sie die Verantwortung für zwei. Ihr Arzt ist ein wichtiger Partner in dieser Lebensphase, nicht nur zuständig für die medizinischen Belange, sondern auch für die seelischen.

Bereiten Sie sich in aller Ruhe auf den Arztbesuch vor, um alle Unklarheiten und Zweifel in sich zu erforschen und dann aufzuschreiben. So ein Spickzettel hat schon viele davor bewahrt, auf dem Heimweg von tausend vergessenen Fragen überfallen zu werden. Ein verständnisvoller Arzt wird übrigens keine Frage als "dumm" oder "überflüssig" abtun. Er weiß, dass jede Frau - zumindest beim ersten Kind - in vielen Punkten unsicher ist.

Unser Tipp: Sollte es bei Ihnen nicht so sein oder wenn Sie sich nicht gut betreut fühlen - dann suchen Sie sich einen anderen Arzt. Denn wie wichtig es ist, dass sich werdende Mütter an einen Arzt wenden, zu dem sie vollstes Vertrauen haben können, zeigt die Erfahrung: Es gilt als erwiesen, dass Schwangere nur dann regelmäßig zum Arzt kommen, wenn sie wirklich mit ihm zufrieden sind.

Die erste Untersuchung

Wenn alle Signale Ihres Körpers auf "Schwangerschaft" stehen, sollten Sie zum Arzt gehen. Möglichst bald, spätestens aber zwei Wochen nach dem Ausbleiben der Regelblutung.

Beim ersten Besuch führt der Arzt eine sogenannte Anamnese durch, das heißt, er erkundigt sich nach früheren Krankheiten, Operationen und Impfungen. Außerdem fragt er nach dem Gesundheitszustand und nach etwaigen chronischen Erkrankungen und Medikamenten, die Sie einnehmen.

Wichtig sind auch alle Informationen über eventuelle vorhergehende Schwangerschaften und Geburten. Und: Gab es in der Familie der Frau oder des Mannes besondere Krankheiten?

Danach wird er Sie körperlich genau unter die Lupe nehmen: Eine vaginale Untersuchung wird vorgenommen, um festzustellen, ob mit der Gebärmutter, den Eierstöcken und dem Geburtskanal alles in Ordnung ist. Mit einer Blutprobe kontrolliert der Arzt Ihre Blutgruppe, den Gehalt an roten Blutkörperchen und den Rhesusfaktor. Zusätzlich überprüft er das Gewicht und den Blutdruck.

Nach dieser ersten grundlegenden Untersuchung bekommen Sie Ihren Mutter-Kind-Pass, in den der Arzt von nun an alle weiteren Daten der Schwangerschaft einträgt und den Sie immer bei sich haben sollten.

Wie wird eigentlich gerechnet?

Immer wieder einmal hört man von den "10 Monaten der Schwangerschaft" oder dem "10. Schwangerschaftsmonat". Das ist keine neue Entwicklung, sondern entspricht dem Rechenschema der Ärzte: Neun Monate dauert eine normale Schwangerschaft. Allerdings beginnt der erste Schwangerschaftsmonat rein rechnerisch am ersten Tag der letzten Periodenblutung. Es gehören also auch die 14 Tage vor der Befruchtung dazu, in denen noch gar keine Schwangerschaft bestand.

Gynäkologen, Hebammen und Geburtshelfer pflegen die Schwangerschaft in drei Stufen einzuteilen:

  • Im ersten Drittel ist die Entwicklung besonders rapide - was manche Mutter ganz unmittelbar zu spüren bekommt. Hier ist die Umstellung des Hormonhaushalts und des Stoffwechsels besonders stark. Deshalb treten in dieser Zeit auch verstärkt die bekannten Schwangerschaftsbeschwerden wie Erbrechen und Müdigkeit auf.
  • Das zweite Drittel, in dem das Baby vom winzigen Etwas zum kleinen Menschen heranreift, ist für die Mutter dagegen meist angenehmer. Ab dem 4. Monat sprechen die Mediziner nicht mehr vom Embryo, wenn Sie das Baby meinen, sondern vom Fötus. Alle wesentlichen Anlagen Ihres Kindes sind fertig und im Prinzip einsatzbereit.
  • Das letzte Drittel ist der Endspurt: Alles arbeitet schon auf die Geburt hin. Jetzt nimmt das Baby noch einmal kräftig zu und wächst, um fit für das Leben außerhalb der Mutter zu sein. Entsprechend schwerfällig und kurzatmig kommt sie nun daher. Viele sehnen das Ende der Schwangerschaft nun herbei - und verlieren dadurch die Angst vor der Entbindung.

V1.19, Stand 05.10.2010