Vorsorgeuntersuchungen
Die regelmäßige Untersuchung auch des Babys bietet eine große Beruhigung für die werdenden Eltern. Es gibt heute viele Möglichkeiten, verschiedene Komplikationen und Gefährdungen schon sehr früh zu erkennen und zu behandeln. Deshalb ist es so wichtig, alle Vorsorgetermine regelmäßig und gewissenhaft wahrzunehmen. Auch wenn Sie sich vollkommen gesund und unbeschwert fühlen.
Der Mutter-Kind-Pass dient der Dokumentation der gesundheitlichen Vorsorge für schwangere Frauen und deren Kind/er. Die Untersuchungen nach dem Mutter-Kind-Pass sind für jede werdende Mutter auch dann kostenlos, wenn sie nicht gesetzlich krankenversichert ist. Der Mutter-Kind-Pass wird jeder schwangeren Frau am Anfang der Schwangerschaft von der Frauenärztin/dem Frauenarzt oder der Hebamme ausgehändigt.
Welche Untersuchungen beinhaltet das Mutter-Kind-Pass-Programm für die Schwangere?
Das Programm beinhaltet für die Schwangere folgende Untersuchungen:
- 1 gynäkologische Untersuchung bis Ende der 16. Schwangerschaftswoche (SSW) einschließlich einer Laboruntersuchung
- 1 gynäkologische Untersuchung in der 17.–20. SSW einschließlich eine internen Untersuchung
- 1 gynäkologische Untersuchung in der 25.–28. SSW einschließlich einer Laboruntersuchung
- 1 gynäkologische Untersuchung in der 30.–34. SSW
- 1 gynäkologische Untersuchung in der 35.–38. SSW
Die Durchführung dieser Untersuchungen in der Schwangerschaft stellt eine Voraussetzung für die Weitergewährung des vollen Kinderbetreuungsgeldes ab dem 21. Lebensmonat dar. Weiters ist jeweils eine Ultraschalluntersuchung in der 18.–22. SSW und in der 30.–34. SSW durchzuführen.
Das erste Foto - die Ultraschalluntersuchungen
Die Ultraschalluntersuchung ist die gängigste und obendrein eine völlig schmerzfreie Methode, um die Entwicklung Ihres Kindes zu überprüfen. Dazu gänzlich ungefährlich: In mehr als zwanzig Jahren Erfahrung mit dieser Technik wurden keinerlei schädliche Auswirkungen auf Mutter und Kind festgestellt.
Für Schwangere und auch deren Partner sind diese Untersuchnungen besonders interessant und aufregend. Jetzt können sie ihr Baby endlich mit eigenen Augen sehen! Am Anfang sieht das Bild für Sie vielleicht aus wie ein wildes Schneegestöber, aber Ihr Arzt kann Ihnen genau erklären, was Sie dort sehen. Besonders der Anblick des kleinen, eifrig klopfenden Herzens ist ein rührendes Erlebnis, das vor allem auch den Vätern nahe geht. Schließlich ist der Blick in die Welt des Ungeborenen der erste direkte Kontakt, den sie zu ihm aufnehmen können.
Bei den späteren Untersuchungen sieht man dann schon mehr: Da kann man nicht nur das Geschlecht des Kindes erkennen, sondern dem Winzling auch dabei zuschauen, wie er die Stirn in Falten legt, genüsslich nuckelt und die Fäustchen ballt.
Und so funktioniert der Ultraschall: Der Arzt führt über den Bauch der Schwangeren einen Schallkopf, der in einer bestimmten Frequenz Wellen aussendet. Diese werden von Knochen und Gewebe als Echo zurückgeworfen und auf dem Monitor in Bilder umgesetzt. Auf diesen Bildern misst der Arzt den Kopf- und Brustdurchmesser des Babys, seinen Brustumfang, seine Länge von Kopf bis Fuß. Aus diesen Ergebnissen kann er schließen, ob das Ungeborene richtig wächst, sich normal entwickelt und ausreichend versorgt wird.
Durch den Mutter-Kind-Pass sind zwei Ultraschallkontrollen vorgesehen: die erste zwischen der 18. und 20. Schwangerschaftswoche, die zweite in der 30. bis 34. Woche. Meistens werden aber mehr gemacht.