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Schön und spannend - Ihr Start ins neue Leben
gähnendes Baby
  • Versuchen Sie gelassen zu bleiben - es dauert ein Weilchen, bis Sie und Ihr Baby aufeinander eingespielt haben.
  • Schonen Sie sich ein bisschen. Schließlich haben Sie eine unglaubliche Leistung vollbracht.
  • Erwarten Sie nicht zu viel. Kurz nach der Geburt geraten viele frischgebackene Mamis erstmal in ein Stimmungstief.
  • Nehmen Sie Hilfe an. Bestimmt können Sie Partner, Freundinnen oder Großeltern im Haushalt unterstützen
  • Lassen Sie sich nicht irritieren. Viele Tipps von wohlmeinenden Verwandten z. B. zum Stillen sind gut gemeint, aber nicht immer gut.
  • Setzen Sie sich nicht selber unter Druck: Sie sind eine gute Mutter auch wenn Ihr Kind ab und zu weint und Ihr Haushalt nicht aussieht wie aus der Werbung für Blitz und Blank.

Erstmal eingewöhnen

Endlich ist Ihr Baby da. Und bestimmt haben Sie sich auf den Moment gefreut, mit Ihrem Kind nach Hause zu kommen, auf Familienleben und Glücksmomente mit Baby. Nun, die gibt es ganz bestimmt. Aber schrauben Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch. Denn nicht nur Ihr Kleines braucht ein bisschen Zeit, sich einzugewöhnen. Auch für frischgebackene Eltern ist - zumindest beim ersten Kind - alles neu.

Darüber hinaus kommen durch die anstrengenden letzten Schwangerschaftsmonate und die Strapazen der Geburt manche Mamis nun an ihre Grenzen. Versuchen Sie die ersten Tage und Wochen möglichst ruhig anzugehen, etwa in dem Sie einen Besuchsmarathon vermeiden. Verwandte und Freunde sollten dafür Verständnis haben, dass Sie sich selbst erstmal ein bisschen sortieren möchten.

Aller Anfang... ...ist aufregend

Ihr Kleines schreit. Und Sie fragen sich: Hat es schon wieder Hunger, braucht es ein bisschen Aufmerksamkeit oder fehlt ihm womöglich etwas? Gerade in den ersten Wochen zu Hause stehen viele Mütter vor Fragen und Unsicherheiten - auch wenn sie sich gründlich und gewissenhaft vorbereitet haben. Trösten Sie sich: Erstens ist das normal, denn keine Frau kommt schon als Mutter zur Welt. Zweitens lernen Sie Ihr Baby mit jedem Tag mehr kennen und seine Signale besser zu verstehen.

Außerdem werden Sie vermutlich rasch merken, dass das kleine Wesen zwar sehr zerbrechlich wirkt, aber gar nicht so empfindlich ist. Ein ungeschickter Handgriff etwa beim Wickeln ist in der Regel nicht dramatisch. Und Sie werden sehen, wie schnell sich Erfolge einstellen: Je sicherer Sie werden, desto deutlicher zeigt ihnen Ihr Baby, wie wohl es sich in Mamis Nähe fühlt.

Wachsen im Rekordtempo

Sensationell sind die Entwicklungsleistungen, die ein Baby in den ersten Wochen vollbringt. Ungefähr bis zum 3 Monat nimmt es täglich bis zu 30 Gramm zu - 2 g alleine das Gehirn. Auch die Hautoberfläche wächst jeden Tag etwa in der Größe einer 2-Euro-Münze. In seinem ganzen späteren Leben verändert sich ein Mensch nie mehr so rasch wie im ersten Lebensjahr.

Doch Ihr Kleines wird nicht nur rasch größer. Auch die Sinne Ihres Kindes entwickeln sich weiter: Hören, Riechen, Schmecken, Tasten. Anfangs sind die Fortschritte zwar noch nicht so auffällig - zumal ein Neugeborenes bis zu zwei Drittel des Tages verschläft. Aber schon bald wird Sie Ihr Baby beinahe jeden Tag mit neuen Fähigkeiten überraschen und neugierig seine kleine Welt entdecken und erobern.

Viel Liebe für den besten Start ins Leben

Fortschritte macht aber nicht nur Ihr Baby. Auch Sie wachsen immer mehr in die Elternrolle hinein. Stillen, Wickeln - jeder Handgriff wird
immer selbstverständlicher. Und allmählich nimmt das neue Leben mit Baby mehr und mehr einen alltäglichen Rhythmus an.

Darüber hinaus werden Sie feststellen: Je intensiver Sie sich mit Ihrem Kind beschäftigen, desto mehr können Sie sich auf Ihre mütterlichen Instinkte verlassen. So werden Sie vermutlich genau das Richtige tun, wenn Ihr Kleines weint: Es liebevoll hochnehmen, mit ihm schmusen und kuscheln. Denn Ihre Nähe ist für Ihr Baby gerade am Anfang mindestens so wichtig wie essen und schlafen.

Auch wenn es gerade nachts schwer fällt: Lassen Sie Ihr Kind nicht schreien. Denn sein Schreien bedeutet im Zweifelsfall zunächst einmal: "Hilfe, ist jemand da?" Geben Sie ihm das Gefühl, dass es nicht allein ist. Manchmal weint Ihr Baby aber auch, weil es mehr erlebt hat, als es verarbeiten kann. Dann kann eine sanfte Massage beruhigend wirken.

Hat sich Ihr Kleines ein bisschen an die neue Umgebung gewöhnt, stellt sich nach einiger Zeit auch ein Rhythmus aus Schlaf- und Wachzeiten ein. Vor allem vor dem Einschlafen können Sie dann beobachten, das Ihr Kind lächelt. Dieses Engelslächeln ist noch ein Reflex. Aber ungefähr im zweiten Monat kommt dann der große Augenblick - und die kleine Belohnung für durchwachte Nächte: Ihr Baby lächelt Sie zum ersten Mal ganz bewusst an!


V1.19, Stand 05.10.2010