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Die babysichere Wohnung

Allen Eltern liegt die Sicherheit ihres Babys ganz besonders am Herzen. Kinder handeln spontan und ohne an Risiken zu denken. Eine unerwartete Drehung, ein blitzschneller Griff - das lässt sich nicht immer vorhersehen. Mit etwas Planung lässt sich jedoch viel Schlimmes verhindern.
Deshalb müssen Sie von Anfang an für Sicherheit sorgen. Greifphase, Krabbelalter, erste Schrittchen - mit jedem Entwicklungsschub vergrößert sich die Reichweite. Achten Sie deshalb am besten darauf, den kleinen Entdeckern immer einen Schritt voraus zu sein und mögliche Gefahren rechtzeitig zu beseitigen. Gut funktioniert das, indem Sie sich einmal auf das Niveau eines Krabbelkindes herabbegeben: Rutschen Sie auf allen Vieren durch die Wohnung und probieren Sie aus, was sich so alles anstellen lässt. Wahrscheinlich mehr, als Sie denken!

Übrigens: Für den Fall, dass doch einmal etwas passiert, sollten Sie die wichtigsten Notrufnummern griffbereit am Telefon liegen haben.

Unfälle verhüten

Im 2. Lebenshalbjahr wird Ihr Baby immer mobiler. Jetzt will es die Welt erkunden! Neugierig dreht und rollt es sich herum und unternimmt bald auch schon die ersten Krabbelversuche.
Auch wenn das anfangs noch nicht perfekt klappt, Krabbelkinder sind bald ungeheuer fix unterwegs und erobern die Welt im Nu. Deshalb empfiehlt sich rechtzeitig ein genauer Sicherheits-Check. Denn die meisten Unfälle von Kindern passieren ausgerechnet in den eigenen vier Wänden.

Die ersten Krabbel- und Gehversuche sollten nicht durch ungeschützte Treppen, glatte Stufen oder rutschende Teppiche schmerzhaft beendet werden! Schutzgitter sind schnell montiert und lassen sich - von Erwachsenen - leicht öffnen.

Unfallort Nummer 1 ist die Küche: Verbrennungen und Verbrühungen, die zu den häufigsten Verletzungen zählen, lassen sich vermeiden, indem ein Herdgitter das Herunterziehen von heißen Töpfen und Pfannen unmöglich macht. Verzichten Sie auch ruhig eine Weile auf Tischdecken.

Türen, Fenster und Schubladen ziehen die kindliche Neugier an - nicht selten sind böse Quetschungen das Ergebnis. Einfache Schutzvorrichtungen verhindern ein plötzliches Zuschlagen oder das Herausreißen von Schubfächern. Und ein schlichter Winkel bewahrt auch Schränke, Kommoden und Regale vor dem Umkippen, wenn sich kleine Entdecker daran hochziehen.

Noch ein paar Tipps für ein babysicheres Zuhause:

  • Keine Tücher über Lampen im Kinderzimmer hängen, um das Licht zu dämpfen. Die Hitze kann das Tuch in Flammen setzen.
  • Sobald sich das Baby alleine vom Fleck bewegen kann, keine spitzen und kleinen Gegenstände herumliegen lassen.
  • Steckdosen und elektrische Kabel unbedingt sichern.
  • Keine heißen Töpfe in Reichweite des Kindes stehen lassen. Beim Kochen bevorzugt die beiden hinteren Platten benutzen - dann lassen sich Töpfe und Pfannen nicht hinunterziehen und tastende Händchen landen nicht auf der heißen Platte. Auch keine Kannen mit heißem Tee oder Kaffee in Reichweite der Kinderhände stehen lassen!
  • Medikamente, Zigaretten, Blumenerde (Dünger!), Aschenbecher, Putz- und Waschmittel aus dem Weg räumen.
  • Topfpflanzen unerreichbar hoch stellen, denn die locken ganz besonders. Für große Kübel gibt es spezielle Gitter, die verhindern, dass neugierige Kinderhände die Pflanzen ausbuddeln können.
  • Das Baby nie unbeaufsichtigt in der Badewanne sitzen lassen. Auch nicht mit Geschwistern! Vorsicht auch bei Gartenteichen. Befindet sich einer in Ihrem eigenen Garten - am besten zuschütten! In ein paar Jahren können Sie ja einen Neuen anlegen.

Unterwegs mit Ihrem Baby

Schon Babys sind heutzutage viel unterwegs. Damit dabei nichts schief geht, müssen Sie einiges beachten.

Sicher im Auto

Babys dürfen grundsätzlich im Auto nur mitfahren, wenn sie in einem Baby-Sicherheitssitz festgegurtet sind oder in einem speziellen Kinderwagenaufsatz liegen, der über eine besondere Befestigung und zusätzliche Schutzpolster verfügt.
Am besten ist die wertvolle Fracht in einer Sitzschale aufgehoben, in der das Kind halb sitzt, halb liegt. Diese Sitzschale wird entgegen der Fahrtrichtung vorne auf dem Beifahrersitz oder noch besser auf der Rückbank befestigt. Beim Beifahrersitz unbedingt auf die Abschaltung des Airbag achten!

Beim Kauf eines Kindersitzes ist es etwas anderes als bei vielen anderen Sachen: Das Wichtigste ist hier die Sicherheit, sie steht vor dem Preis. Vor gebrauchten Sitzen ist deshalb in den meisten Fällen abzuraten, denn sie wurden nicht nur für ein anderes Auto, sondern auch für ein anderes Kind gekauft, passen also von Form, Größe und Befestigung her oft nicht richtig. Je nach Alter Ihres Kindes sind bestimmte Sitzgrößen zu wählen. Lassen Sie sich im Fachhandel ausführlich beraten und probieren Sie auch aus, ob sich der gewählte Sitz in Ihrem Auto einwandfrei befestigen lässt.

Wichtig: Dies gilt auch in Taxis oder Mietwagen, die entsprechend ausgestattet sein müssen. Die Anschnallpflicht ist in jedem Fall bindend. Das Anschnallen nie versäumen - auch nicht für ein paar hundert Meter.

Wenn Ihr Baby im Auto mitfährt, muss es immer ausreichend vor Zugluft geschützt sein, vor zu intensivem Sonnenlicht und zu großer Hitze. Und es darf niemals im parkenden Auto allein gelassen werden! Selbst wenn es nur für einen Katzensprung ist, oder weil das Baby gerade so schön tief schläft. Die Kleinen überhitzen schnell und es kann ja immer passieren, dass Ihre Rückkehr zum Wagen sich verzögert. Stellen Sie sich vor, Ihnen passiert etwas und niemand weiß von dem hilflosen Kind in Ihrem Auto!


V1.19, Stand 05.10.2010