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Spezielle Pflege für zarte Babyhaut

Die menschliche Haut ist ein natürliches Wunderwerk und hat von Geburt an viele Aufgaben zu erfüllen. Sie ist unsere schützende Hülle gegen alle Umwelteinflüsse, von Hitze und Kälte bis hin zu Schadstoffen. Über die Haut werden außerdem der Tastsinn, das Schmerzempfinden und die Temperatursensoren gesteuert.

Überraschenderweise ist die Hautoberfläche beim Baby im Vergleich zu der von Erwachsenen dreimal so groß, wenn man sie in Relation zum Körpergewicht sieht. Das bedeutet: Babyhaut hat einen höheren Flüssigkeitsverlust und bietet eine größere Angriffsfläche für Umwelteinflüsse. Das rosige Aussehen liegt daran, dass die Haut in den ersten Lebensmonaten noch sehr dünn ist und die Blutgefäße durchscheinen.

Die Temperaturregulierung ist ebenfalls noch nicht voll entwickelt. So fehlen z.B. noch die Eigenschutzmechanismen der Haut gegen Sonnenbestrahlung, die Gefahr eines Sonnenbrandes ist sehr groß. Babys im ersten Lebensjahr sollten deshalb nie der prallen Sonne ausgesetzt sein.

Die Haut Ihres Babys ist noch besonders empfindlich und braucht deshalb eine spezielle Pflege. Das gilt vor allem im Windelbereich, um einen wunden Po zu verhindern. Grundsätzlich sollten Sie es mit der Reinlichkeit aber nicht übertreiben, auch wenn Ihr Baby am liebsten jeden Tag baden würde. Und auch die Händchen müssen Sie ihm nicht ständig waschen, schon gar nicht mit Seife. Ab und zu ein feuchter Waschlappen für eine Katzenwäsche leistet hier schon gute Dienste. Denn die früher häufig gepriesene "porentiefe Reinheit" ist nicht nötig - wenn ihr Kleines mit einer "haushaltsüblichen" Menge an Keimen in Berührung kommt, hilft ihm das sogar, sein Immunsystem zu trainieren.

Tipps zur Pflege

Bei der Körperpflege Ihres Babys müssen lauter neue Handgriffe gelernt werden. Zwar sind Babys weniger zerbrechlich als man denkt, aber man sollte sie immer sanft und trotzdem sicher anfassen und in den ersten drei Monaten vor allem das Köpfchen sorgfältig stützen. In den meisten Geburtskliniken wird Ihnen von den Schwestern in der Wochenstation gezeigt, wie man das Neugeborene von Kopf bis Fuß pflegt.

Der Umgang mit Ihrem Baby während der Babypflege (also beim Wickeln, Waschen und Baden, Nägelschneiden oder Massieren) ist eine wunderbare Möglichkeit zu einem intensiven Hautkontakt. Streicheln und Schmusen ist unverzichtbar für die seelische Entwicklung Ihres Kindes. Die Haut als wichtiges Sinnesorgan erfährt Zärtlichkeit und speichert sie als Fundament für eine vertrauensvolle Zukunft. Weitere Tipps zu "Babys Pflege" finden Sie unter oft gefragt.

Cremen und Mehr

Schon in den ersten Tagen im Krankenhaus können Sie die ersten Erfahrungen mit Pflegeprodukten machen und sehen, was Ihr Baby mit seiner noch sehr sensiblen Haut gut verträgt. Sie sollten aber keinesfalls verschiedene Hersteller und ihre Produkte durcheinander anwenden, denn sollte es zu einer Unverträglichkeitsreaktion kommen, ist es dann sehr schwer, das verantwortliche Pflegeprodukt herauszufinden.

Reinigungsprodukte sollten immer pflegende Stoffe und rückfettende Substanzen enthalten und pH-neutral sein. Allgemein sind Produkte mit dem Zusatz „hypoallergen" vorzuziehen, da sie seltener Haut-Allergien auslösen. Vorsicht und Zurückhaltung wegen des Allergierisikos auch bei stark parfumierten Produkten und Produkten mit Konservierungsstoffen!

Gesichtscreme sollte einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor enthalten. Es gibt für Babys auch spezielle Sonnenschutz-Produkte mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren. Aber auch mit Sonnenschutz dürfen Babys nie in der direkten Sonne liegen.

Für kühles Wetter empfiehlt es sich, Babys Gesicht und die Händchen vor Ausflügen mit einer Wind & Wettercreme zu schützen, damit Kälte und Wind die Haut nicht angreifen.


V1.19, Stand 05.10.2010