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Über die Haut macht Ihr Baby die ersten sinnlichen Erfahrungen. Jedes Streicheln wird zu einem zärtlichen Erlebnis, das für immer gespeichert wird.

Unsere Haut besteht aus drei Schichten, die jeweils verschiedene Funktionen übernehmen:

Oberhaut (Epidermis):

Sie ist die äußerste Schutzschicht und sehr dünn (0,06 bis 0,18 mm). Hier wird die feine Wasser-Fett-Schicht (Säureschutzmantel) produziert, die unsere Haut geschmeidig hält und vor dem Eindringen von Keimen schützt. Auch der Schutz vor zu viel Sonneneinwirkung wird von der Oberhaut geleistet.

Lederhaut (Korium):

Die Lederhaut ist von Blutgefäßen und Nerven durchzogen. Ein Gerüst aus Bindegewebe und Kollagenfasern hält die Haut stabil und elastisch. Sie ist 1 bis 4 mm dick und ist die Hautschicht mit den meisten Funktionen.

Unterhaut (Subcutis):

Sie besteht aus Fettgewebe, das als Wasserspeicher fungiert und vor Stößen und Unterkühlung schützt. Die Fettzellen können durch die Aufnahme von Fett ihr Volumen um das dreifache vergrößern. Die Unterhaut ist 1 bis 4 mm dick.

Die Besonderheiten der Babyhaut

Grundsätzlich hat die Haut von Babys die gleichen Funktionen wie die von Erwachsenen. Auch wenn diese in manchen Bereichen noch nicht ganz ausgereift sind. Die wesentlichen Unterschiede:

  • Der Säureschutzmantel der Oberhaut ist bei Babys noch nicht voll entwickelt.
  • Die Babyhaut ist eher trocken, weil sich ihre Talgdrüsen in einer Art "Ruhepause" befinden. Babyhaut ist nicht so elastisch.
  • Die Fettschicht der Unterhaut ist dünner als bei Erwachsenen. Dadurch ist der Schutz vor Kälte und Stößen geringer.
  • Der Eigenschutz-Mechanismus gegen Sonnenbestrahlung ist noch nicht vollständig vorhanden.
  • Und ganz wichtig: Im Verhältnis zum Körpergewicht besitzen Babys doppelt so viel Hautoberfläche. Das heißt: Sie verdunsten einerseits mehr Flüssigkeit. Andererseits nehmen sie von jedem Stoff, der über die Haut eindringt, eine größere Dosis, bezogen auf das Körpergewicht, auf.

V1.17, Stand 25.02.2010