Fragen zum Thema Allergien:
Wann braucht mein Kind eine H.A.-Nahrung?
Hypoallergene oder
H.A.-Nahrung wird vorbeugend eingesetzt, wenn ein Säugling nicht gestillt werden kann oder zugefüttert werden muss und ein familiär bedingtes Allergierisiko besteht. D. h. die Eltern oder Geschwister leiden bereits unter so genannten atopischen Krankheiten wie Heuschnupfen, allergischem Asthma oder Neurodermitis. Psoriasis (Schuppenflechte) zählt offiziell nicht dazu, dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass Allergien bei der Entstehung eine Rolle spielen. Wenn beide Elternteile unter derselben Allergie leiden, ist die Gefahr für das Baby am größten. Auch bei leichten alllergischen Symptomen kann
H.A.-Nahrung hilfreich sein.
Bitte in solchen Fällen immer den Kinderarzt einschalten. Nur er kann durch geeignete Untersuchungen bestimmen, ob Ihr Baby H.A.-Nahrung verträgt oder ein Spezialprodukt wie
Nestlé Alfaré braucht.
Was ist das Besondere an H.A.-Nahrung?
H.A.-Nahrung enthält in kleine Bausteine aufgespaltenes (hydrolysiertes) Eiweiß. Das ist besonders gut verträglich und "stiftet" das Immunsystem nicht zu einer Überreaktion "an". Zudem wird die Nahrung relativ schnell verdaut. Daher hält sie in einzelnen Fällen nicht ganz so lange vor wie
Nestlé Beba H.A. Start Pre. Fütterungsabstände von 2 Stunden sind ganz normal.
Nestlé Beba H.A. Start Pre oder
Nestlé Beba H.A. 1 kann ad libitum, sprich: nach Bedarf gefüttert werden. Sie eignet sich auch ideal zur Zwiemilch-Ernährung. Hinweis: Obwohl nicht familiär vorbelastet, bilden eine Reihe von Kindern eine Allergie aus. Daher empfehlen wir, in den ersten 8 Wochen generell
Nestlé Beba H.A. Start Pre zu verwenden - wenn Ihr Baby das Fläschchen bekommt.
Warum schmecken die Nestlé H.A.-Nahrungen leicht bitter?
Der leicht bittere Geschmack entsteht durch die Spaltung des Eiweißkörpers (Hydrolyse). Je kleiner der Eiweißkörper ist, umso bitterer die Nahrung. Bei manchen Kindern ist da schon ein wenig Geduld bei der Umstellung nötig. Tipp: Mischen Sie zu Anfang abgepumpte Muttermilch mit Nestlé BEBA H.A-Nahrung bzw.
Nestlé Alfaré. Das nimmt den bitteren Geschmack. Nach und nach reduzieren Sie dann die Muttermilch. Verträgt Ihr Kind schon Beikost, geben Sie einfaches Obst und Gemüse wie
Nestlé Alete Baby-Apfel,
Nestlé Alete Williams-Christ-Birne oder
Nestlé Alete Bio-Früh-Karotten dazu. Bitte nur die Rohstoffe verwenden, deren Verträglichkeit getestet ist. Wenn gar nichts mehr helfen will, können Sie übergangsweise 1 - 3 Tropfen Süßstoff hinzufügen. Das ist aber keine Dauerlösung. Achtung: Bevor dem Kind wegen mangelnder Akzeptanz eine "normale" Säuglingsmilch gefüttert wird, bitte unbedingt den Kinderarzt konsultieren!
Woran erkenne ich, dass mein Kind eine Allergie hat?
Allergien sind erblich. Ein besonderes Risiko besteht, wenn ein oder beide Elternteile an Neurodermitis oder allergischem Asthma, bzw. an allergischer Bronchitis leiden. Auch Heuschnupfen ist eine so genannte atopische Erkrankung, die für das Kind eine Vorbelastung bedeutet. Haben beide Elternteile die gleiche Allergie, liegt das Risiko bei 60 - 80 %, dass Ihr Baby auch eine Allergie entwickelt. Oft kommt es jedoch auch ohne eine solche Veranlagung zu Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten. Erste Anzeichen einer Allergie können sein: übermäßig starke Blähungen, bei denen das Baby nicht zu beruhigen ist, lang anhaltende Durchfälle, die nicht infektiös sind, oder Hauterscheinungen wie rote Pusteln, schuppige Stellen und übermäßig starker Milchschorf, der nicht besser wird. (Von Durchfall spricht man, wenn ein Kind mehr als drei wässrige und schleimige Stühle pro Tag hat.) Hinweis: Bitte in diesen Fällen unbedingt den Kinderarzt aufsuchen, damit er Ihnen nach einer Diagnose Ernährungsempfehlungen gibt.
Was tun, wenn mein Kind auf Stillen oder eine H.A.-Nahrung allergisch reagiert?
Zunächst einmal sollte ein Kinderarzt oder Allergologe eingeschaltet werden. Als Milchersatznahrung empfehlen wir das Spezialprodukt
Nestlé Alfaré. Es basiert auf hydrolasiertem Molkenprotein. Man bezeichnet es als starkes Hydrolysat, d. h. die Eiweißbestandteile sind sehr klein und somit besser verträglich. Passend zu Nestlé Alfaré bieten wir als Ersatz für den abendlichen Milchbrei
Nestlé Sinlac an. Tipp: Wertvolle Informationen zu Ernährung bei Lebensmittelunverträglichkeiten und leckere Rezepte finden
hier.
Wann darf ein Kind mit erhöhtem Allergie-Risiko auf normale Säuglingsnahrung umgestellt werden?
Die Umstellung sollte nur in Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt erfolgen. Der Zeitpunkt hängt vom Allergierisiko ab. Von einem hohen Risiko spricht man, wenn es in der Familie allergisches Asthma oder Neurodermitis gibt oder beide Elternteile unter der gleichen Allergie leiden. Auch wenn es "nur" Heuschnupfen ist, liegt das Risiko bei 60 - 80%, dass Ihr Baby auch eine Allergie entwickelt. Bei normalem Risiko empfehlen wir eine Umstellung frühestens nach dem 4. Lebensmonat. Bei hohem Risiko frühestens nach dem 9. Monat, besser nach dem 12. Monat. Hat Ihr Kind bereits eine Unverträglichkeit gegen
Nestlé Beba H.A. Start Pre oder
Nestlé Beba 1 gezeigt, sollte die Umstellung erst nach dem 1. Geburtstag und nach vorheriger Absprache mit Ihrem Arzt erfolgen.
Gibt es spezielle Beikost für die allergiebewusste Ernährung?
Ein umfangreiches Sortiment an kuhmilcheiweißfreier Beikost für die allergiebewusste Ernährung allergiegefährdeter Kinder gibt es als Teil unseres Gesamtsortimentes. Sie sind auf der Verpackung gleich neben dem Fütterungsbeginn mit einem A für allergiebewusst gekennzeichnet. Für die A- Produkte aus Stufe 1 werden nur ein bis maximal drei Zutaten verwendet, sie sind also damit ideal zum Start der Beikost geeignet, auch in der allergenarmen Ernährung. Das A steht für allergiebewusst. Alle Nestlé A- Produkte sind ohne Zusatz von Milcheiweiß, Gewürzen und Kristallzucker sowie glutenfrei.
Nestlé Sinlac Spezialbrei: für die Abend- oder Nachmittagsmahlzeit, wenn normal ernährte Kinder einen Milchbrei bekommen. ist auch ein Brei für Allergiker. Er ist kuhmilcheiweißfrei und basiert auf Reis und Johannisbrotkornmehl (Johannisbrotkeimen).
Was ist, wenn ich mein Kind nach dem 1. Geburtstag auf normale Nahrung umstelle?
Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann nach Rücksprache mit Ihrem Arzt umgestellt werden. Wir empfehlen hier auf jeden Fall eine Junior-Folgemilch zu verwenden, z.B.
Nestlé Beba 3, denn das enthaltene Eiweiß ist durch den industriellen Produktionshergang verträglicher als das Eiweiß in Frischmilch. Und so stellen Sie um: In den ersten Tagen bekommt Ihr Kind zum Frühstück z. B. Folgemilch
Nestlé Beba 3, alle anderen Mahlzeiten bleiben wie gehabt. Dann folgt die Umstellung des abendlichen Milchbreies. Auch hier bitte zunächst auf die Verwendung von frischer Milch verzichten (Frischmilchbreie können mit
Nestlé Beba 3 angerührt werden). Im nächsten Schritt können die ersten milcheiweißhaltigen Beikostgläschen probiert werden. Mit ca. 1,5 Jahren stehen kleine Mengen gesäuerter Milchprodukte (Joghurt, Quark, Käse, Butter) auf dem Speiseplan. Und erst ganz zum Schluss steht das Füttern von frischer Milch.
Sollten Sie dennoch Fragen haben, können Sie uns gerne anrufen,
unter der kostenlosen Rufnummer 0800-2344944 - wir helfen Ihnen gerne weiter.