Fragen rund und um die Milch:
Welche Milch ist die Beste für mein Baby?
Experten sind sich einig, dass Muttermilch in den ersten Lebensmonaten das Beste für ein Baby ist. Sie enthält alle lebenswichtigen Nährstoffe - und zwar zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge. So können sie optimal von dem kleinen Organismus aufgenommen und verarbeitet werden. Zusätzlich unterstützt Muttermilch die Abwehrkräfte Ihres Babys und schützt es vor Krankheiten. Weitere Vorteile: Sie ist stets verfügbar und kostet nichts!
Warum besteht auch in der Stillzeit ein Mehrbedarf an einzelnen Nährstoffen?
Nach der Geburt wird der Säugling zwar nicht mehr über die Plazenta, sondern über die Muttermilch ernährt. Die Mutter gibt damit also Nährstoffe über ihre Milch an den Säugling ab. Außerdem muss sie ihre Nährstoffspeicher, die durch die Schwangerschaft stark verringert wurden, wieder auffüllen. Daher ist ebenfalls in der Stillzeit eine erhöhte Zufuhr an Nährstoffen wichtig.
Wie stellen mein Kind und ich uns beim Stillen aufeinander ein?
In der Anfangsphase legen Sie Ihr Baby ungefähr alle zwei bis vier Stunden an, damit sich die Milch schnell und reichlich bilden kann. Es kann etwas dauern, bis sich die Milchmenge und Babys Hunger eingependelt haben. Grundsätzlich sollten Sie immer nach Bedarf stillen, das heißt, Ihr Baby anlegen, wenn es Hunger hat - auch nachts (sog. Ad-libitum-Fütterung). Lassen Sie Ihr Kind jeweils an beiden Brüsten trinken - an jeder Brust sollte es am Anfang etwa zehn, später bis zu zwanzig Minuten saugen. Zuerst wird an die Brust angelegt, an der die letzte Mahlzeit beendet wurde.
Ihren Brustwarzen zuliebe sollten Sie einiges beachten: Stillen Sie Ihr Baby nur, wenn es kräftig saugt. Beginnt es unentschlossen zu nuckeln, brechen Sie das Stillen ab und starten nach einem Bäuerchen einen weiteren Stillversuch (wieder an derselben Brust anlegen). Achten Sie auch darauf, dass Ihr Kind richtig trinkt: d.h. die Brustwarze samt Vorhof ansaugt.
Und wenn Ihr Baby nicht mehr satt wird: Bei Wachstumsschüben, nach sechs Wochen etwa oder nach drei Monaten, meldet es sich vielleicht häufiger. Legen Sie Ihr Baby dann öfter an, um die Milchmenge zu steigern. Unterstützend kann hier auch ein die Milchbildung fördernder Tee wirken, z.B. der
MamAlete Stilltee.
Wie lange kann und darf ich mein Baby stillen?
Mindestens in den ersten 4. Lebensmonaten sollte ein Baby voll gestillt werden. Wenn Sie aber gerne stillen und Ihr Baby das auch genießt, spricht nichts dagegen, länger Muttermilch zu geben. Allerdings sollten Sie frühestens nach dem 4. Monat, spätestens aber nach dem 6. Monat, zusätzlich zum Stillen mit der Beikost beginnen. Denn dann sind die Nährstoffreserven, die Ihr Baby während der Schwangerschaft aufgebaut hat, langsam verbraucht. Außerdem wächst Ihr Baby, wird aktiver und benötigt dafür mehr Nährstoffe. Muttermilch reicht deshalb alleine nun nicht mehr aus, kann aber noch eine ganze Weile Ernährungsbestandteil für Ihr Kind bleiben.
Was mache ich, wenn meine Milch nicht reicht?
Bitte geben Sie nicht gleich auf, denn eigentlich hat die Natur für diesen Fall vorgesorgt: Geben Sie Ihrem Kind immer die Brust, wenn es Hunger hat. Je häufiger Sie Ihr Baby anlegen, desto mehr Milch bildet sich. Viel trinken ist ebenfalls hilfreich. Zudem kann ein
Stilltee die Milchbildung unterstützen. Sollte Ihre Milch aber tatsächlich nicht ausreichen, besteht die Möglichkeit des Zufütterns. Bei der so genannten Zwiemilchernährung bekommt Ihr Baby bei den Mahlzeiten zunächst Muttermilch und dann ein Fläschchen. Sprechen Sie dies aber bitte vorher mit dem Kinderarzt ab.
Wann ist die beste Zeit zum Abstillen?
Auf jeden Fall sollten Sie Ihr Kleines - wenn möglich - vier Monate lang voll stillen. Wenn Sie das Abstillen planen können, sollten Sie den passenden Zeitpunkt abwarten und auf jeden Fall langsam und behutsam vorgehen. Kinderärzte raten davon ab, in Zeiten großer Unruhe des Kindes mit dem Stillen aufzuhören. In schwierigen Phasen, also z. B. nach einer gerade überstandenen Krankheit oder während eines Umzuges, ist es sehr viel mühsamer, ein Kind zu entwöhnen. Sie machen es sich nur unnötig schwer. Oft ist es zu überlegen, ob nicht für den Übergang Zufüttern mit Milch und/oder Beikost besser wäre. Falsch ist es auch, wenn Sie einem Dritten, z. B. dem älteren Geschwisterchen zuliebe, abstillen. Wenn Sie trotzdem vor dem 4. Monat abstillen wollen oder müssen, ist liebevolle Konsequenz gefragt. Fragen Sie hierzu auch Ihre Nachsorgehebamme oder Stillberaterin.
Übrigens: Stillen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern hat viel mit körperlicher Nähe zu tun. Wenn Sie abstillen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Baby auf andere Weise genügend "Kuscheleinheiten" bekommt.
Wie kann ich abstillen?
Zu welchem Zeitpunkt und aus welchen Gründen abgestillt wird, kann individuell sehr unterschiedlich sein. Deshalb ist ein persönliches Gespräch mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Hebamme immer sinnvoll. Beginnen Sie am Besten damit, die Mittagsmahlzeit durch ein Milchfläschchen zu ersetzen. Anschließend kann dann jede Woche eine weitere Still-Mahlzeit durch ein Fläschchen ersetzt werden. Auch wenn Sie gleich Beikost einführen möchten, können Sie mit der Mittagsmahlzeit beginnen.
Wann immer Sie Ihrem Baby im ersten Halbjahr etwas Neues, Ungewohntes zum Essen anbieten, lassen Sie ihm ein paar Tage Zeit, sich an eine neue Mahlzeit zu gewöhnen. Wenn Sie also zuerst von der Brust auf die Flasche umstellen möchten, warten Sie noch etwas mit den Gläschen.
Welche Milch gebe ich meinem Baby, wenn ich nicht stille?
Wird ein Baby nicht gestillt, sollte es eine spezielle Säuglingsmilchnahrung bekommen. Für den Anfang sind Milchnahrungen der
Stufe Pre oder der
Stufe 1 das Richtige. Wie beim Stillen, kann die Stufe Pre ganz nach Bedarf Ihres Kindes beliebig oft gegeben werden - also immer dann, wenn Ihr Kleines Hunger anmeldet. Die Stufe 1 sollten Sie Ihrem Baby dagegen möglichst in geregelten Mahlzeiten geben, da sie bereits Kohlenhydrate (Stärke) enthält. Dadurch ist sie sämiger und sättigender als die Stufe Pre.
Wenn Ihr Kind älter als vier Monate ist, schon Beikost bekommt und von der Säuglingsmilchnahrung der Stufe 1 nicht mehr richtig satt wird, können Sie ihm eine Folgemilch der
Stufe 2 anbieten. Diese ist im Vergleich zur Stufe 1 noch sättigender.
Eine
Folgenahrung der Stufe 3 darf frühestens ab dem 8. Monat gefüttert werden. Diese löst die Folgemilch Stufe 2 aber nur ab, wenn diese Ihr Kind nicht mehr ausreichend satt macht.
Übrigens: Die Trinkmenge eines Babys ist nicht immer gleich. Deshalb finden Sie auf jeder Packung Ernährungspläne, wann wie viel Säuglingsmilchnahrung im Durchschnitt richtig ist. Die Mengen können jedoch, je nach Appetit Ihres Kindes, etwas abweichen.
Müssen Babys alle vier Stunden Nahrung bekommen?
Nein - ein starrer Stillrhythmus ist weder für Mutter noch Kind empfehlenswert. Besser ist es, ein Baby in den ersten Monaten "ad libitum" zu ernähren. Das heißt Sie stillen oder füttern Ihr Baby genau dann, wenn es Hunger hat. Für den Fall, dass Sie nicht stillen können, ist für die Ad-libitum-Fütterung eine
Pre-Nahrung besonders gut geeignet. Damit die einzelnen Mahlzeiten vom Baby komplett verdaut werden können, sollte zwischen ihnen ein Abstand von mindestens zwei Stunden liegen. Ansonsten können möglicherweise Verdauungsstörungen auftreten.
In den ersten Monaten sollten Babys auch nachts mindestens alle 6-8 Stunden gefüttert werden. Die meisten melden sich von selber, wenn sie Hunger haben. Sollte Ihr Kind durchschlafen, müssen Sie es aber nicht extra aufwecken, wenn es insgesamt über den Tag verteilt genügend trinkt. Versuchen Sie lieber behutsam seine individuellen Essbedürfnisse und -gewohnheiten während der Nacht herauszufinden.
Wann braucht mein Kind eine hypoallergene Nahrung?
Wenn ein familiär bedingtes Allergierisiko besteht und ein Baby nicht oder nicht ausschließlich gestillt wird, kann vorbeugend eine hypoallergene oder H.A.-Nahrung gegeben werden. Ein erhöhtes Allergierisiko liegt vor, wenn Mama, Papa oder ein Geschwisterkind, bereits allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis haben. Haben beide Eltern dieselbe Allergie, ist das Risiko für ein Kind besonders groß. Dieses Risiko kann gemindert werden, wenn Sie Ihr Kind in den ersten vier Lebensmonaten ausschließlich stillen oder ihm eine H.A.-Nahrung geben.
Bitte sprechen Sie bei einem erhöhten Allergierisiko Ihres Babys zunächst mit Ihrem Kinderarzt. Er kann durch Untersuchungen bestimmen, ob für Ihr Baby eine H.A.-Nahrung geeignet ist oder ob es vielleicht sogar eine Spezialernährung wie
Nestlé Alfaré braucht.
Wann darf oder muss ich auf eine andere Altersstufe von Säuglingsmilchnahrung wechseln?
Sie müssen die Stufe solange nicht wechseln, wie Ihr Kind satt und zufrieden wirkt. Wenn Sie aber den Eindruck haben, dass Ihr Baby nicht mehr richtig satt wird, sollten Sie auf die nächste Stufe wechseln. Z.B. kann dann von Pre auf eine Anfangsnahrung wie
Nestlé Beba 1 umgestellt werden. Sie enthält mehr Stärke und ist dadurch sämiger und sättigender. Wenn Ihr Kind auch durch sie nicht mehr ausreichend satt wird, kann nach dem vierten Monat auf eine Folgenahrung wie
Nestlé Beba 2 gewechselt werden.
Darf mein Baby vor dem 1. Geburtstag Kuhmilch bekommen?
Generell wird Kuhmilch für Kinder im 1. Lebensjahr nicht zum Trinken empfohlen. Durch ihr unausgewogenes Vitamin- und Mineralstoffangebot versorgt sie ein Baby nicht optimal mit den Nährstoffen, die es braucht. Zudem enthält Kuhmilch zu viel Eisen und Eiweiß, das die kleinen Nieren unnötig belastet. Ins Fläschchen sollte deshalb im gesamten 1. Lebensjahr deshalb ausschließlich
Säuglingsmilch kommen. Frühestens nach dem ersten Geburtstag kann dann langsam auf Kuhmilch umgestellt werden. Ganz auf die Bedürfnisse eines Kleinkindes zugeschnitten ist die
Nestlé Juniormilk. Sie ist im Gehalt sowie in der Qualität der Nährstoffe besser bekömmlich als Kuhmilch.
Welcher Sauger für welche Milch?
Kann ich Säuglingsnahrung im Voraus zubereiten oder wieder aufwärmen?
Ganz klar: Nein! Egal ob Milch oder Brei - zwischen Zubereitung und Füttern der
Säuglingsnahrung sollte höchstens eine Stunde liegen. Reste dürfen keinesfalls wieder aufgewärmt werden. Studien haben erwiesen, dass sich enthaltene Keime durch Aufwärmen stark vermehren und zu Magen- und Darmerkrankungen führen können. Übrigens: Auch im Kühlschrank hält sich einmal zubereitete Säuglingsnahrung nicht länger. Deshalb sollte das, was übrig bleibt, weggeschüttet werden. Ein Tipp für nachts und unterwegs: das Pulver fürs Fläschchen bereits vorher abmessen und abgekochtes Wasser in einer Thermosflasche bereitstellen (Wasser mindestens alle 8 Stunden erneuern!). Bereiten Sie die Flasche erst dann zu, wenn Ihr Baby auch Hunger hat.
Wie kann ich prüfen, ob das Fläschchenwasser die richtige Temperatur hat?
Das abgekochte Wasser sollte beim Einfüllen ins Fläschchen nicht mehr dampfen und keinesfalls heißer als 50 Grad sein. Am sichersten können Sie das mit einem Thermometer prüfen. Es ist nicht teuer und man bekommt es im Babyfachhandel, Kaufhaus oder Teegeschäften. Zum Hintergrund: Durch die Verwendung von zu heißem Wasser werden wichtige Nährstoffe der Milchnahrung wie hitze-empfindliche Vitamine oder lebensnotwendiges Eiweiß zerstört. Zudem klumpen stärkehaltige Milchnahrungen, wenn sie mit zu heißem Wasser zubereitet werden.
Damit das Fläschchen für Ihr Baby nicht zu heiß ist, müssen Sie testen, ob das Wasser bereits auf Trinktemperatur abgekühlt ist. Um das festzustellen, eignet sich der Handrückentest. Geben Sie einfach ein paar Tropfen aus dem Fläschchen auf Ihren Handrücken. Fühlt sich die Milch weder warm noch kalt an, ist die Temperatur genau richtig. Die gefüllte Wasserflasche sollte sich zudem angenehm warm in der Hand anfühlen.
Wie lange ist Milchpulver haltbar?
Einmal geöffnet, sollte ein Paket innerhalb von zwei bis drei Wochen aufgebraucht werden. Verschließen Sie den Schutzbeutel immer luftdicht mit einer Küchenklammer und lagern ihn trocken und geschützt vor Wärme. Achten Sie bitte auch auf das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Verpackungsboden.
Was kann ich tun, wenn mein Kind die Flasche nicht will?
Ganz auf die
Milchmahlzeiten kann bei Babys und Kleinkindern noch nicht verzichtet werden. Denn durch die Milch bekommt Ihr Baby viele wichtige Nährstoffe, die es für seine gesunde Entwicklung braucht.
Während des Abstillens sehen es viele Säuglinge aber gar nicht ein, warum sie das Fläschchen nehmen sollen, wenn Ihre Brust doch viel gemütlicher wäre. In diesem Fall hilft Ihrem Kind vielleicht schon ein wenig Abwechslung: Auch Papa oder Oma können das Flaschegeben mal übernehmen.
Aber es gibt natürlich auch Alternativen zum Fläschchen. So können ältere Kinder ab dem 6. Monat Milch bereits aus einer Trinklerntasse bekommen. Wenn Ihr Baby schon gerne löffelt, kann es zum Frühstück einen Milchbrei bekommen. Der ersetzt die Milchflasche am Morgen. Zum Brei sollte es auch immer etwas Tee geben. Wenn das Füttern mit dem Löffelchen gut klappt und ein Kind gerne aus der Trinklerntasse trinkt, gibt es keinen Grund, länger auf das Fläschchen zu bestehen.
Im
Ernährungsplan können Sie sehen, wie viel Milchmahlzeiten ein Baby in welchem Monat für seine optimale Entwicklung braucht.
Sollten Sie dennoch Fragen haben, können Sie uns gerne anrufen,
unter der kostenlosen Rufnummer 0800-2344944 - wir helfen Ihnen gerne weiter.